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9. Jun. 2011, 11:11 Uhr

Spatenstiche für zwei Grossprojekte

(Solothurn, 9. Juni 2011) Gleich zwei Grossprojekte hat AEK mit symbolischen Spatenstichen in Angriff genommen: Je einen Wärmeverbund in Oensingen und in Bellach. Beide Grossanlagen werden mit Holzhackschnitzeln aus regionalen Wäldern betrieben und noch diesen Herbst in Betrieb genommen.

Bürgergemeinde Oensingen als Projektpartner
Der Bau des Wärmeverbunds Oensingen für die Überbauung Leuenfeld der Schmid Gruppe, Ebikon, ist ein Gemeinschaftsprojekt der AEK und der Bürgergemeinde Oensingen. Sie beteiligen sich je zur Hälfte an den Investitionskosten von total 5 Millionen Franken. Die Heizzentrale kommt auf ein Grundstück der Bürgergemeinde zu stehen. Der Wohnpark Leuenfeld wird zurzeit noch von einer mit Öl betriebenen Heizzentrale versorgt. Ab Herbst 2011 werden die rund 250 Wohneinheiten durch eine CO2-neutrale Holzschnitzelfeuerung beheizt. Pro Jahr werden rund 800 Tonnen CO2-Ausstoss vermieden, der eine Lösung mit fossiler Energie generiert hätte.

Holz aus der Region
In einer ersten Phase wird die Schnitzelfeuerung 85 Prozent der Energie liefern, ein Ölkessel deckt die Spitzenlast ab, sichert den Schwachlastbetrieb im Sommer sowie die Redundanz (Versorgung bei allfälligen Störungen und Ausfällen des Holzkessels). Holzschnitzellieferant ist die Bürgerge-meinde Oensingen. Sie wird anfangs jährlich 3‘700 Schüttraummeter (srm) Holzhackschnitzel lie-fern. Im Endausbau beträgt der Holzbedarf 6‘200 srm pro Jahr. Bis zum Endausbau sind auf dem Leuenfeld 550 Wohneinheiten geplant.

Weiterer Ausbau geplant
Die Anlage ist für den späteren Einsatz eines zweiten Holzkessels konzipiert. Bei genügend An-schlussinteresse kann der Wärmverbund Richtung Dorfzentrum und Bahnhof Oensingen erweitert werden. Mit dem Bau des Wärmeverbunds wird auch das Label Energiestadt der Gemeinde Oen-singen gestärkt.

Grösste Holzheizzentrale von AEK in Bellach
Bereits seit 1994 betreibt AEK eine dezentrale Energieversorgung mit drei Anlagen für die Industrie rund um die MFK (Motorfahrzeugkontrolle des Kantons Solothurn) und Teile der Grederhöfe. Diese wird nun durch die grösste Holzheizzentrale, die AEK je gebaut hat, ersetzt. Sie kommt zwischen der MFK und der Firma Agathon zu stehen. Der Kanton Solothurn als Besitzer des Grundstücks stellt AEK das Land im Baurecht zur Verfügung.

Auch Bellach setzt auf erneuerbare Energie
AEK hat die Wärmebezüger in die Planung involviert und bereits letztes Jahr im Detail über das Grossprojekt informiert. Die Kunden sind begeistert, wird doch der fossile Hauptenergieträger Öl durch einheimische, CO2-neutrale Holzschnitzel ersetzt. Über 85 Prozent der Energie wird mit zwei Holzkesseln erzeugt. Eine Ölfeuerung sichert die Spitzenlast und Redunanz. Mit der neuen Ener-gieversorgung werden jährlich 800‘000 Liter Heizöl durch Holzschnitzel ersetzt. Dadurch wird der jährliche CO2-Ausstoss um 2‘120 Tonnen reduziert.
Dank neuster Technologie können mit der neuen Anlage auch erhöhte Anforderungen der Industrie wie Temperaturstabilität und Versorgungssicherheit erfüllt werden.

Lokales Gewerbe und Forst profitieren
AEK investiert in den neuen Wärmeverbund Bellach rund 5,5 Millionen Franken. Die Holzschnitzel-lieferungen – jährlich 10‘000 srm – werden exklusiv durch den Forstbetrieb Leberberg geliefert. Dadurch sorgt der Wärmeverbund für lokale Wertschöpfung und sichert eine stabile und günstige Energieversorgung. Auch das lokale Gewerbe profitiert: Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb der Anlagen erfolgt durch AEK in Zusammenarbeit mit dem Gewerbe.

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