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13.11.2017 04:12

Fernwärme-Projekt in Worb einen Schritt weiter

(Solothurn, 15. November 2017) Die AEK Energie AG plant in enger Zusammenarbeit mit der Firma OLWO und der Gemeinde einen Wärmeverbund in Worb im Gebiet Worbboden. Die Anlage soll mit Sägereirestholz des Sägereiwerks der OLWO betrieben werden. Gemäss Plan werden die ersten Liegenschaften auf die Heizsaison 2019/20 mit Wärme aus erneuerbaren Energien versorgt.

Die Gemeinde Worb ist seit 2005 Energiestadt und will mithelfen, den Energieverbrauch zu senken und vermehrt erneuerbare Energieträger bei gemeindeeigenen Gebäuden nutzen. Das Projektteam der Gemeinde befürwortet deshalb die Realisierung des Wärmeverbunds Worb, da dieser eine langfristige, sichere, nachhaltige und preisstabile Wärmeversorgung auf Basis von Holzbrennstoff aus der Region garantiert.
Verschiedene Gebäude und Wohnüberbauungen im Gebiet Worbboden verfügen über ein sanierungsbedürftiges Heizsystem, betrieben mit fossiler Energie. Für viele Besitzer dieser Liegenschaften kommt das Angebot eines Wärmeverbunds gerade rechtzeitig, da es aus örtlichen, technischen oder finanziellen Gründen die optimalste Alternative zu fossilen Brennstoffen bietet.

Regionale Wertschöpfung
Die Gemeinde wird im Einzugsgebiet das Schulhaus Sonnhalde und das Oberstufenzentrum Worbboden an den Verbund anschliessen. Einige KMU-Betriebe sowie Besitzer von Wohnüberbauungen haben zudem bereits mündliche Zusagen erteilt. Die neue Heizzentrale wird im Baurecht erstellt und auf dem Betriebsareal der OLWO an der Bollstrasse in Worb zu stehen kommen. Gleichzeitig wird das Unternehmen den regionalen, CO2-neutralen Brennstoff liefern und in der ersten Phase rund 60 Prozent der produzierten Menge Wärme selber beziehen. Dadurch sorgt der Wärmeverbund für lokale Wertschöpfung: Abklärungen der Firma OLWO haben ergeben, dass in der Region genügend Rohstoff vorhanden ist.

So geht es weiter
In einem weiteren Schritt werden alle potenziellen Liegenschaftsbesitzer im Versorgungsperimer Worbboden vor Ort beraten und erhalten ein verbindliches Anschlussangebot. Im Frühjahr 2018 soll das Baugesuch eingereicht und Anfang 2019 mit dem Bau gestartet werden. Verlaufen die Arbeiten nach Plan, sollen die ersten Liegenschaften auf die Heizsaison 2019/20 mit Wärme versorgt werden.

Auch das lokale Gewerbe profitiert
Die Planung, der Bau, die Finanzierung und der Betrieb der Anlage erfolgt durch die AEK Energie AG. Auch das lokale Gewerbe kann bei einer Realisierung profitieren: Wenn immer möglich, werden die Aufträge lokal vergeben. Der Kanton Bern unterstützt den Bau des Wärmeverbunds. Die Fördergelder werden vollumfänglich zur Senkung der Wärmekosten verwendet. 

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