navigation
13.04.2010 03:23

Schwieriges aber erfolgreiches Jahr für die AEK Gruppe

(Solothurn, 14. April 2010) Die AEK Gruppe kann auf ein schwieriges aber erfolgreiches Jahr zurückblicken. Ihr Stromabsatz hat zwar markant abgenommen und das operative Ergebnis ist um über 2 Millionen CHF tiefer als im Vorjahr, das neue Dienstleistungsangebot wurde jedoch rege genutzt. Die Geschäftsfelder Contracting, Pellets und Elektroinstallationen haben sich erfreulich entwickelt; auch sie haben ein erfolgreiches Jahr hinter sich. AEK Pellet AG durfte den KMU-Innovationspreis der FDP Schweiz entgegennehmen.

Die konsolidierte Gesamtleistung der AEK Gruppe erhöhte sich im Geschäftsjahr 2009 um 2 Mio. CHF auf 192 Mio. CHF. Das operative Ergebnis (EBIT) ist jedoch mit 7.1 Mio. CHF um 2.7 Mio. CHF tiefer als im Vorjahr ausgefallen, was vor allem auf die schlechteren Margen im Stromgeschäft zurückzuführen ist. Die Entspannung an den Finanzmärkten wirkte sich positiv auf das Ergebnis der AEK aus. Die Wertschriften verzeichneten eine Zunahme von rund 2.5 Mio. CHF. Damit erhöhte sich der Jahresgewinn 2009 der AEK Gruppe von 5.1 Mio. CHF (2008) auf 8.5 Mio. CHF. Wie in den vergangenen Jahren investierte AEK rund 10 Mio. CHF in ihre Netzinfrastruktur, um weiterhin eine sichere und möglichst unterbruchsfreie Stromversorgung zu garantieren.

Stromabsatz markant gesunken
Die Wirtschaftskrise hatte Auswirkungen auf den Stromabsatz: Der Stromkonsum der AEK Kunden hat im Jahr 2009 um rund 18 Prozent beziehungsweise 257 Millionen Kilowattstunden (Mio. kWh) abgenommen. Er belief sich auf insgesamt 1'157.6 Mio. kWh. Mit 29.9 Prozent ist die grösste Abnahme bei der Grossindustrie zu verzeichnen, was auch auf die Schliessung der Borregaard zurückzuführen ist. Insgesamt hat die Grossindustrie 526 Mio. kWh Strom bezogen. Den Vertriebspartnern hat AEK 191.2 Mio. kWh geliefert, das sind 8.5 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit einem Strombezug von 195.8 Mio. kWh ist auch bei den KMU-Kunden eine Abnahme von 4.4 Prozent zu verzeichnen. Genauso bei den Privat- und Gewerbekunden: Sie bezogen mit 224 Mio. kWh rund 0.4 Prozent weniger Strom.

Neues Dienstleistungsangebot
Zum einen hat AEK ihre Energieberatung für Industrie- und KMU-Kunden ausgebaut und dafür ihr Team mit Fachspezialisten erweitert. Diese Beratung ist individuell und auf die spezifischen Bedürfnisse der Geschäftskunden zugeschnitten. Sie schliesst alle Arten von Energien ein: Strom, Wärme, Kälte und Druckluft. Der besondere Ansatz der AEK Beratung: Der Kunde zahlt nur bei Erfolg.Zum anderen hat AEK die stromlastige Energieberatung für Privatkunden zu einer umfassenden Wärme- und Gebäude-Energieberatung ausgebaut. Die Kunden können zwischen verschiedenen Modulen wählen und diese je nach Bedarf auch kombinieren.

Auch für Gemeinden und Vertriebspartner
Das Stromversorgungsgesetz bringt für Gemeinden und Vertriebspartner eine erhebliche administrative Mehrbelastung. Auch hier hat AEK ihr Dienstleistungsangebot ausgebaut: Für ihre Vertriebspartner Elektra Äusseres Wasseramt (EAW), Elektra Oekingen Halten (EOH) und die Energieversorgung Biberist (EVB) übernimmt sie beispielsweise den Datenaustausch mit der Swissgrid. Und Gemeinden haben die Möglichkeit, ihre gesamte Energieverrechnung an AEK auszulagern. Diese Dienstleistung wird seit letztem Jahr auch von Lüterkofen-Ichertswil beansprucht.

Contracting trotz hartem Konkurrenzkampf erfolgreich
Bei ihren Contractinganlagen setzt AEK auf modernste Technologien und erneuerbare Energieträger. Im 2009 war sie deshalb einem besonders harten Konkurrenzkampf ausgesetzt, denn Öl- und Gaspreis waren tief. Trotzdem konnte sie viele neue Projekte realisieren. Darunter drei grosse Pellet-Heizsysteme in Täuffelen, La Neuveville und Fehralttorf.

In der Region engagiert sich AEK stark für Wärmeverbünde – drei sind aktuell zu erwähnen:

  • Alle Erwartungen übertraf das Projekt Fernwärme Luterbach – bis Ende des Jahres 2009 konnten 22 vor allem grössere Liegenschaften an den Fernwärmeverbund angeschlossen und zusätzlich rund 50 Verträge mit weiteren Anschlusswilligen abgeschlossen werden. Die Fernwärme hat sich in Luterbach als Alternative zu fossilen Heizungen rasch durchgesetzt.
  • Für die Überbauung Leuenfeld in Oensingen ist ein Wärmeverbund mit Holzschnitzelfeuerung auf dem Werkhofgelände der Bürgergemeinde vorgesehen. Teile der Fernwärmeleitungen wurden bereits im vergangenen Jahr installiert und versorgen heute die neu errichteten Gebäude auf dem Leuenfeld mit Energie. Im 2010 wird das Leitungsnetz weiter ausgebaut und mit dem Bau der Heizzentrale auf dem Werkhof begonnen. Dies ermöglicht eine Erweiterung des Wärmenetzes bis ins Zentrum von Oensingen.
  • Der Spatenstich zum Wärmeverbund Balsthal erfolgte im Januar 2010. Der Grossteil der Wärme, zirka 80 Prozent, wird mit einer Holzfeuerung erzeugt. Damit sorgt der Wärmeverbund Balsthal für lokale Wertschöpfung und sichert eine stabile und günstige Energieversorgung. Zudem bildet er einen wesentlichen Beitrag zur künftigen Energieregion Thal und ist im Sinne der Klimaziele des Bundes.

Pelletabsatz deutlich gesteigert
In der Schweiz werden immer mehr neue Pelletheizungen installiert. Entsprechend konnte AEK ihren Pelletabsatz erneut deutlich steigern. Den mit Abstand grössten Marktanteil hat die lose Ware – die Anlieferung erfolgt mit einem Silofahrzeug. Der Anteil der Sackware nimmt jedoch ständig zu. Diesem Umstand wurde AEK gerecht und lancierte den Verkauf via Internet. Unter www.sackware.ch können die Kunden Sackware einfach und bequem bestellen. Geliefert wird direkt bis vor die Haustüre.Im Oktober hat AEK Pellet AG den KMU-Innovationspreis der FDP Schweiz für den «Mut zu Innovation und Nachhaltigkeit» erhalten.

Filialengeschäft weiter gestärkt
Von der Wirtschaftskrise war im Elektro-Installationsgeschäft im vergangenen noch nichts zu spüren. Es hat stark von den Konjunkturbelebungsmassnahmen des Bundes und den tiefen Hypothekarzinsen profitiert. So konnte AEK Elektro AG ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent steigern und damit ihre führende Marktstellung im Versorgungsgebiet der AEK bestätigen. Zudem hat AEK Elektro AG mit der Elektro Zaugg GmbH in Solothurn eine Zusammenarbeit vereinbart und sich an dem Unternehmen finanziell beteiligt. Damit hat sie ihr Filialnetz weiter gestärkt.

Wechsel in der Geschäftsleitung
Der Verwaltungsrat der AEK Energie AG hat per 1. Mai 2010 Ulrich Münch zum Leiter des Geschäftsbereiches Strom gewählt. Ulrich Münch ist 40-jährig und Doktor der Physik, ETH Zürich. Er verfügt über mehrjährige Erfahrung im Energiegeschäft und kennt sowohl den schweizerischen wie auch den ausländischen Energiemarkt bestens. Bis zu seinem Stellenantritt bei der AEK war er als Leiter Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung bei Energie Service Biel tätig. Ulrich Münch tritt die Nachfolge von Ralph Zebert an, der sich ausserhalb der AEK einer neuen Herausforderung stellt.

powered by anthrazit