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01.09.2016 07:10

Die Strompreise bleiben stabil

(Solothurn, 31. August 2016) Für das kommende Jahr bleiben die Energiepreise für AEK-Privatkunden unverändert, die Netznutzungsentgelte sinken. Trotzdem profitieren nicht alle Kunden davon – die gesetzliche Förderabgabe (KEV) steigt erneut an, während Swissgrid die Systemdienstleistungen nur leicht senkt. Im Durchschnitt steigen die Strompreise minimal um 0.3 Prozent.

Die Strompreise für grundversorgte Privat- und Gewerbekunden steigen im Mittel um 0.3 Prozent an. Je nach Stromprodukt und Verbrauchsverhalten profitieren AEK-Kunden von einer Senkung von 0.1 Prozent, andere hingegen müssen mit einer minimalen Erhöhung von bis zu 0.5 Prozent rechnen. Wie viel es ausmacht, ist von Kunde zu Kunde verschieden. Für einen Haushalt in einer Vierzimmerwohnung mit Elektroherd und Tumbler mit einem Jahresverbrauch von 4‘500 kWh bleiben die Kosten beispielsweise genau gleich hoch wie in diesem Jahr (ElCom Verbrauchsmodell H4).

Privat- oder Gewerbekunden haben bei AEK nach wie vor die Wahl zwischen verschiedenen Produkten. Welches für sie das richtige und günstigste Produkt ist, hängt ganz von ihrem Verbrauchsverhalten ab. Auf www.aek.ch sind die Preise für die einzelnen Stromprodukte fristgerecht publiziert, zudem steht den Kunden ein Strompreisrechner zur Verfügung.

Sinkendes Netznutzungsentgelt aber höhere Abgaben

Die Kosten für die Systemdienstleistungen der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid sinken um 0.05 Rp./kWh auf 0.40 Rp./kWh. Zusätzlich kann die AEK ihren Anteil am Netznutzungsentgelt senken. Die Abgaben hingegen steigen: Der Bundesrat hat entschieden, die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) um 0.20 Rp./kWh auf 1.50 Rp./kWh zu erhöhen (inklusive 0.1 Rp./kWh für Schutz der Gewässer und Fische). Die Senkung der Netznutzungstarife kann die Erhöhung der KEV nur teilweise kompensieren. Die KEV sowie weitere Abgaben der Kantone und Gemeinden werden auf dem Strombezug erhoben und können durch AEK nicht beeinflusst werden – sie muss diese den Kunden weiterverrechnen.


Unveränderte Einspeisetarife

Stromkunden, die selbst Strom produzieren – beispielsweise mit einer Photovoltaikanlage – können diesen ganz oder teilweise selbst verbrauchen, oder ins Netz einspeisen. Den ins Netz eingespiesene Strom vergütet AEK zum gleichen Preis wie sie ihn auch verkauft, also mit 8.3 Rp./kWh. Als Basis dient das Stromprodukt easy, der ökologische Mehrwert bzw. der Herkunftsnachweis (HKN) ist darin nicht erhalten. Damit vergütet AEK den Produzenten rund 10 Prozent mehr, als das Bundesamt für Energie empfiehlt. Den HKN können Kunden an der Ökostrombörse verkaufen, an der auch AEK ihre nötigen Zertifikate beschafft.

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